URSPRUNG
Für Caderzone war es - im Gegensatz zu anderen Siedlungen im Tal - schwieriger als eigenständiges Dorf heranzuwachsen, da seine Höfe zerstreut, schwer zugänglich und oft anonym zwischen dem Schuttkegel der Val di Casa und der meist überschwemmten Curio-Ebene verstreut lagen. Erst gegen 1100 erreichte es eine territoriale und rechtliche Bedeutung, um sich vor der Ausnutzung und den Übergriffen der Bewohner des mittleren und oberen Tales zu schützen. Um 1300 wurde es durch ein strategisches Verteidigungsbündnis mit den mächtigen Herren Lodron aus dem Judikariental, die im Mittelpunkt zwischen den Höfen (Curio, Jamon, Temon, Pomasera, Salomon, Li Cani, Fazola, Pan, Madas, Pulicc, Bondal, Valborera) ihr befestigtes Städtchen errichteten, zu einem mittelalterlichen Flecken. Rundherum bauten die Leibeigenen und die Handwerkerknechtschaft ihre Hütten, d.h. die ländliche Siedlung Caderzone. Der Urkunde von 1194 (mit den ersten rechtlichen Grenzstreitigkeiten) kann man entnehmen, dass Caderzone bereits als freies und unabhängiges Dorf unter dem Namen "Caderzono" bestand.
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