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DIE RINDERRASSE RENDENA

Die Almwirtschaft hat es mit sich gebracht, dass sich im Laufe der Jahrhunderte eine eigene bodenständige Rinderrasse, die den Namen des Tales trägt, entwickelt hat. Die in den letzten Jahrzehnten durchgeführte "Typenzucht" der im Rendenatal gezüchteten Rinderrasse wird in der Literatur mit folgenden Merkmalen beschrieben: zur Doppelnutzung geeignet, von kleiner Widerristhöhe, freundliches Wesen, sehr lebhaft, sehnig, gleichmäßig braune bis dunkelbraune Decke. Diese Rasse wird später als "Razza Bruna delle Giudicarie - Razza Rendena" (Braunvieh der Judikarien - Rendenarasse) bezeichnet. Der Ursprung der Rasse ist mit dem Leben der Bevölkerung des Rendenatales und der Judikarien verbunden.

URSPRUNG DER RINDERRASSE RENDENA

Schon Anfang des 18. Jahrhunderts finden wir in der Literatur Hinweise auf diese Rasse. 1712 finden wir die ersten zahlenmäßig relevanten Importe von Rindern aus den Schweizer Tälern, weil wahrscheinlich gerade dort die Züchter der Rendenarasse artenverwandte Rinder, die für eine frische Blutzufuhr unentbehrlich waren, ausfindig gemacht hatten. Diese Phase endete bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Der ausschlaggebende Faktor für die Erhaltung und den Fortbestand der Rasse als Beweis für die wirtschaftliche Bedeutung dieses Erwerbszweiges für das Tal war die kluge Initiative der Züchter seit Mitte des 18. Jahrhunderts bis heute: Es wurden Ausstellungen und Körungen veranstaltet, um Typ und Eigenheiten der Rasse zu stabilisieren. Deckstationen wurden in den Gemeinden eingerichtet und die Einkreuzung mit anderen Rassen war verboten, um den gewünschten "Typ" zu erhalten. Während des 19. Jahrhunderts verbreitete sich diese Rasse auch in der Gegend um Brescia und Vicenza, wobei die Definition, die Zucht und die Entwicklung der Rasse weitergeführt wurde. Im Rendenatal und in den Judikarien wurden etwa 16.000 Stück Vieh dieser Rasse gehalten.

ENTWICKLUNG DER RENDENARASSE

Der Beginn des 20. Jahrhunderts war für die Zukunft der Rendenarasse nicht vorteilhaft, was zum Teil auf das Unverständnis und den fehlenden Weitblick der Zuchtwarte und zum Teil auf den Verkauf der besten Tiere außerhalb des Tales zurückzuführen ist: Der Erste Weltkrieg und die entmutigenden Einkreuzungen mit Rassen, die als "perfekt" galten, machten die von den Zuchtwarten gewünschte Stärkung der morphologischen Eigenheiten der Rasse zunichte. Der Fehler bestand darin, in der Rendenarasse einfach nur eine gebietsmäßige Anpassung der für perfekt gehaltenen "Braunviehrasse" zu sehen. Man hatte geglaubt, die morphologischen Mängel der ersten ausmerzen zu können, ohne auf die lokalen Umstände wie Hygiene, Stallungen, Futter, Almwirtschaft und Zuchtmodalitäten Rücksicht nehmen zu müssen: Faktoren, die mit der Zeit den Phänotypus dieses Tieres geprägt haben. Gerade die besonderen Merkmale der Rendenarasse sowie die Gründung von Zuchtgenossenschaften und die manchmal auch heimliche Aufzucht von reinen Tieren dieser Rasse durch besonders motivierte Züchter konnten die fortdauernden Versuche der Zuchtwarte, neues bzw. fremdes Blut einzubringen, vereiteln.

ZUCHTVERBAND DER RENDENARASSE: A.N.A.R.E.

Die Einführung eines staatlichen Herdebuches im Jahre 1976 und die Gründung des Zuchtverbandes der Rendenarasse A.N.R.E. im Jahre 1981 haben dazu geführt, dass Studien und Versuche zum Erhalt und der Verbesserung dieser Rasse durchgeführt wurden. Noch heute ist Caderzone der Ort mit der stärksten Konzentration von Tieren (etwa 800) von insgesamt 4500 Tieren im Alpenraum. Die Rendenarasse hat sich sowohl für die Fleischproduktion als auch für die Milchproduktion bewährt, wobei sie eine besondere Veranlagung für die letztere Nutzung zeigt. Dieser Faktor charakterisiert auch ihr morphologisches Erscheinungsbild. Typisch ist die glatte gleichfarbig braune bis dunkelbraune Decke, die bei den Stieren fast schwarz werden kann. Ein besonderes Zeichen dieser Rasse sind auch die elfenbeinfarbenen Haare in der Ohrmuschel, der hellere Streifen vom Rücken zu den Lenden, die feinen an der Basis weißen und an der Spitze schwarzen Hörner und die helle Umrahmung des schieferfarbenen Maules. Ein stark ausgeprägter Widerrist kennzeichnet die männlichen Tiere. Die Beine und der Knochenbau sind robust, aber nicht schwerfällig.

DIE SKULPTUR ZU EHREN DER RENDENARASSE

Die Bedeutung der Almwirtschaft, der bäuerlichen Tradition und insbesondere der Viehzucht als entscheidender Überlebensfaktor für Generationen wird in Caderzone mit einer der Rendenarasse gewidmeten Skulptur sinnbildlich festgehalten. Diese schmiedeeiserne Skulptur, die eine Rendenakuh mit ihrem Kalb darstellt, wurde im Juli 1996 von dem bekannten Sulzberger Künstler Luciano Zanoni geschaffen. In ihrer Einfachheit und der klaren Linienführung gibt sie die Gefühle der örtlichen Bevölkerung und ihre Verbindung zu dieser Rasse wieder. Eine eigenwillige Hommage an die Natur - dargestellt durch die rustikale und der schroffen Bergwelt angepasste Rendenarasse - und gleichzeitig ein Denkmal an die Menschen, die sich tagtäglich und ohne freie Tage mit Mühe und Arbeit der Erhaltung der Natur und der Traditionen widmen.

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