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IM DORF

Wenn man durch den Dorfkern spazieren geht, entdeckt man seine malerischen Winkel: die steilen, mit Flusskieseln gepflasterten Gassen, die Plätze mit ihren typischen Steinbrunnen, die breit gewölbten Erdgeschosse der Häuser, die Tore aus Granit, die blumengeschmückten Holzbalkone. Selbst die Häuser scheinen uns alte Geschichten und Legenden erzählen zu wollen. Durch die von der Kirche ausgehenden, Gassen erreicht man den oberen, historischen Ortsteil, der "alle torri" (bei den Türmen) genannt wird und wo das historische Gebäude "Palazzo Lodron-Bertelli" steht.

PALAZZO LODRON-BERTELLI

Der Palazzo Lodron-Bertelli wurde Anfang des 14. Jahrhunderts erbaut, also zur gleichen Zeit wie der Curio-Hof, mit dem er die Bauweise und die architektonischen Lösungen gemeinsam hat. Diese beiden Gebäude sind der älteste Hinweis für das Verständnis der ländlichen Architektur des Rendenatals. Auf der dem Tal zugewandten Seite dieses prachtvollen Gebäudes hat don Gian Giacomo Bertelli seinem Vater Antonio zu Ehren 1677 im Zeughaus die dem Heiligen Sant'Antonio Abate geweihte Hauskapelle errichten lassen, wie die Inschrift über der Eingangstür bezeugt: Sacellum Fam.Cmtis Bertelli / Divio Antonio Patavino / Dicatum Anno Domini 1677. Im Innern des kleinen Raumes steht ein Altar aus vergoldetem Holz, den Gian Giacomo, der Kurat von Sopracqua war, 1677 hat anfertigen lassen. Auf der linken Seite sieht man die "Madonna del dito" (die "Madonna mit dem Finger", so benannt, weil sie den Saum ihres Mantels mit dem Finger hält), auf der rechten Seite das Antlitz Christi mit der Dornenkrone. Am 4. November 1976 zerstörte ein heftiger Brand den aus Holz bestehenden Teil der Stallungen, wobei glücklicherweise der wichtigste und kostbarste Teil erhalten blieb: eine Säule mit einem Durchmesser von ca. 60 cm, der auf einem Steinsockel aus Tonalit steht und an einen großen Balken aus Kastanienholz (ca. 45 cm) lehnt, der die ganze Decke des nach Süden ausgerichteten Säulengangs stützt.

DIE EHEMALIGEN STALLUNGEN DES PALAZZO LODRON-BERTELLI

Während der letzten Jahre sind die ehemaligen Stallungen des Palazzo Lodron Bertelli so großartig renoviert worden, dass sie ihren alten Glanz wieder erlangten und ein wunderbarer Mehrzwecksaal daraus wurde. Gerade dadurch, dass es vielseitig verwendbar ist und in nächster Nähe der neuen Thermalstation liegt, spielt dieses Gebäude sowohl vom urbanistischen als auch vom organisatorischen Gesichtspunkt aus eine zentrale Rolle. Die bereits als "Haus der Kultur" dienenden ehemaligen Stallungen bestehen aus einem großen Obersaal, der als Tagungsort verwendet wird, und im unteren Teil aus mehreren, miteinander verbundenen kleineren Sälen mit wunderschönen Deckenbögen aus Granit, in denen das Almmuseum untergebracht ist. Dieser neue Gebrauch des Gebäudes passt optimal in die Gesamtstruktur der Thermalstation, denn so kann sich der Besucher nicht nur den wohltuenden Kuren unterziehen, sondern sich nebenbei auch noch kulturell weiterbilden. Wenn man den Palazzo Lodron-Bertelli verlässt, kann man auf der Via Prati das Dorf hinuntergehen und kommt dabei an vielen mit Fresken bemalten ländlichen Häusern und dem ehemaligen Waschplatz, dem "lavandino al re" (im Anklang an das Wort "rio"=Bach) vorbei.

DIE SKULPTUR VON LUCIANO ZANONI

Links erreicht man den Platz "dai Giulian", einer aus einer Kreuzung bestehenden Erweiterung der Straße mit prachtvollen Gebäuden, in deren Mitte das "Capitello dei Castelan" steht, ein Marterl, das 1934 von den Familien Castelan und Mas zum Dank dafür errichtet wurde, dass ihr Haus bei der Überschwemmung im Jahre 1906 verschont geblieben war. Wenn man rechts am Marterl die Strasse hinuntergeht, gelangt man in die Via alla Sega, deren Namen auf eine ehemals vorhandene Sägerei zurückzuführen ist, in deren Gebäude sich heute das Gemeindepot befindet. Auf einer kleinen Wiese kann man eine Skulptur zu Ehren der Kühe der Rendenrasse bewundern. Diese schmiedeeiserne Skulptur, die eine Kuh und ihr saugendes Kalb darstellt, wurde im Juli 1996 von dem bekannten Sulzberger Künstler Luciano Zanoni geschaffen. In ihrer Einfachheit gibt sie die Gefühle der Bevölkerung des Rendenatals und ihre Verbindung zu dieser Viehrasse wieder. Eine eigenwillige Hommage an die Natur - dargestellt durch die rustikale und der schroffen Bergwelt angepasste Rendenarasse - und gleichzeitig ein Denkmal an die Menschen, die sich tagtäglich und ohne freie Tage mit Mühe und Arbeit der Erhaltung der Natur und der Traditionen widmen.

BELVEDERE

Wenn man die leicht ansteigende Via alla Sega hinaufgeht, erreicht man von hinten das 1859 im Auftrag der Familie Castelan errichtete Marterl "Capitello al Rio", das eine alte Statue der Rosenkranzmadonna umrahmt, die früher in der Kirche stand. Das von Giovan Battista Sartori erbaute Marterl wurde 1947 ausgebessert und 1976 vollständig renoviert. Auf der Innenseite befindet sich über der Madonnenstatue die Inschrift aus dem Hohelied "Aprimi (o Maria) mia colomba immacolata" (Öffne mir (oh Maria), meine unbefleckte Taube), während man auf der Außenseite folgende Worte lesen kann: "Tota pulchra es Maria et macula originalis non est in te. Op.A.S. 1859 - 1947 - 1979" (Wunderschön bist du, Maria, und die Erbsünde ist nicht in dir). Gegenüber dem Marterl beginnt die Via Belvedere (200 m), die links abbiegend wieder zum Dorfkern führt. Wenn man an der Kreuzung in der Nähe des Gebäudes für Ferienaufenthalte "Casa per Ferie" nach rechts abbiegt, kommt man nach wenigen Metern zu einem Ort, der "ai Cavr" genannt wird und an dem ein Marterl steht, das der Gnadenmadonna geweiht ist. Um dieses Marterl rankt sich eine ungewöhnliche Geschichte: Es wurde 1908 zum Gedenken an Vigilio Amadei errichtet, der in seiner Verzweiflung wegen einer tödlichen Krankheit die Madonna darum angefleht hatte, ihm noch fünf Jahre seines Lebens zu gewähren, um seine sechs Kinder großziehen zu können. Genau fünf Jahre später starb er, und sein Sohn Attilio errichtete das Marterl zum Dank für die erhaltene Gnade.

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