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DIE ALMHÜTTEN VON CADERZONE

Caderzone ist eine lebhafte Gemeinschaft, die sich seit undenklicher Zeit der Almwirtschaft widmet. Die Almhütten stellen hier das Element dar, das die Geschichte, Kultur und Tradition der Gegend am besten widerspiegelt. Nicht umsonst wurde in Caderzone ein Almmuseum errichtet. Die Almhütten weisen die Besonderheit auf, dass sie sowohl vom landschaftlichen als auch vom logistischen Gesichtspunkt aus an unvorstellbaren Orten liegen. Dadurch, dass sie so schwer zu erreichen waren, haben sich die architektonischen Elemente und typischen Merkmale dieser Gebäude im Laufe der Zeit sehr gut erhalten können

DER ALMAUFTRIEB

Obwohl in der Überlieferung immer von einem feststehenden Datum geredet wird, begann der Almauftrieb immer nach der ersten Junihälfte. Die Dorfgemeinschaft entschied den genauen Tag aufgrund des Wiesenstandes und der Wetterverhältnisse. Zuerst wurde bei Sonnenaufgang das Vieh im Dorf versammelt und die Milchkühe, trockenen Kühe und Kälber wurden den jährlich für die Almwirtschaft zuständigen Hirten übergeben. Nachdem die Herde beisammen war, spornten die Almhirten sie mit Rufen und Gesten zum Almauftrieb an. Die Kuh, die als erste voranzog, wurde zur "Almkönigin" erkoren: Sie führte die Herde den ganzen Sommer lang bei jeder Gelegenheit an. Die Hirten trieben das Vieh auf den steilen und unwegsamen Pfaden vorsichtig und ohne Eile zur Alm. Durch die Anstrengung und den mühsamen Weg gaben die Kühe in den darauf folgenden Tagen eine so genannte "müde Milch". Der Weg von den Dörfern zur Alm verlief auf seit Jahrtausenden festgelegten Pfaden. Entlang dieser Wege gab es Rastplätze und Tränken aus Holz oder einfach nur Wasserpfützen. Der Auftrieb dauerte höchstens einen Tag: Die Hirten bemühten sich darum, die Almhütte in den ersten Nachmittagsstunden zu erreichen, um den Tieren ein bisschen Ruhe zu gönnen und dann die "ersten Melkung" vorzunehmen.

DIE ALMHÜTTEN UND IHR ALTER URSPRUNG

Es gibt seit altersher vier Almhütten in Caderzone, die nach den Besiedelungsorten benannt sind: Malga Campo, Campostril, S. Giuliano und Garzonè. Leider sind die historischen Dokumente betreffend die Erbauung der Almhütten von Caderzone, die im Besitz der Familie Lodron (der damaligen Herrschaften) waren, bei einem Brand im Schloss Lodron zerstört worden. Es gibt jedoch noch ein Dokument, in dem die Almhütten zitiert werden. Es handelt sich dabei um eine Verordnung aus dem Jahre 1506, mit der die Almwirtschaft geregelt wurde. Mit diesem Dokument wurde es wegen der kargen Vegetation verboten, Ziegen auf der Alm zu halten. Außerdem wurde festgelegt, dass jede Familie aus Caderzone höchstens zwei Kühe "mieten" durfte. Im Sommer brachten nämlich die Leute aus Bleggio, Chiese und Lomaso ihr Vieh nach Caderzone und vertrauten es den Familien dieses Ortes an, die es dann auf die Alm trieben und aufzogen. Am Ende des Sommers gaben die Caderzoner Familien die Kühe ihren Besitzern wieder zurück und man teilte sich die Milchprodukte, die während der Zeit auf der Alm hergestellt worden waren. Zu den Almhütten von Caderzone gehören weitere, separat stehende Gebäude: ein großer Stall und kleine Häuschen, die jeweils einem bestimmten Zweck dienen (das Feuerhäuschen, das Käsehäuschen, das Milchhäuschen).

DIE ALMHÜTTEN: EINFACHE BEHAUSUNGEN

Die "casina dal foc" (Feuerhäuschen), ein kleines, einstöckiges Häuschen, steht in der Regel in einer höheren Lage als der Stall und diente den Sennern als Wohnhaus. Gleich daneben finden wird die "casina dal lat" (Milchhäuschen), wo die Milch kühl aufbewahrt wurde. Die Milchprodukte wurden dann in der "casina dal furmai" (Käsehäuschen), dem normalerweise solidesten der Häuschen, aufbewahrt. Ein interessantes architektonisches, im Laufe der Zeit gleich gebliebenes Merkmal dieser Almen ist die bewusste Anwendung der traditionellen Bautechniken und der Gebrauch von Baumaterial, das typisch für diese Gegend und auch leicht vor Ort zu finden ist. In der Gegend um Caderzone findet man leicht große Mengen Granitgestein und deshalb bestehen die Mauerstrukturen meistens aus großen Tonalitsteinen, die mehr oder weniger grob in Vierecke geschlagen und trocken gemauert wurden. Einige Häuschen bestehen hingegen aus Lärchenstämmen. Als Besonderheit ist das Fehlen jeglicher Öffnung mit Ausnahme der Eingangstür zu bemerken, was noch deutlicher zeigt, wie spartanisch diese Gebäude sind, deren absolut essentielle Bauweise die Opfer und die normalen Arbeits- und Lebensbedingungen der Almhirten bezeugt.

/ Malghe

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