Caderzone Terme

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DAS ALMMUSEUM: UNTERBRINGUNG

Die Eingangshalle, in der zwei Karren für den Transport von Mist und den Spanferkeln ausgestellt sind, die gewöhnlich zur Mast auf die Almen gebracht wurden, weist wertvolle Strukturelemente auf. Es sind die einzigen drei Elemente, die von einer Feuersbrunst verschont blieben (ein Tonalitsockel, ein Pfeiler und ein mächtiger, unglaublich großer Balken aus Kastanienholz). Starke, mit "raso sasso"-Technik verputzte Steinmauern aus Tonalit, monolithische Pfeiler aus demselben für die Gegend typischen Gestein, Gewölbe, die restauriert oder neu errichtet wurden, weil sie nach dem Brand im November 1976 teilweise unter dem vernichtenden Gewicht der darüber liegenden Holzstrukturen eingestürzt waren (sie wurden mit den Originalsteinen wieder errichtet, die an Ort und Stelle je nach ihrer ehemaligen Funktion katalogisiert wurden). Beim Bau des Gebäudes, in dem das Museum untergebracht ist, wurden demnach nur zwei Materialien verwendet: das Tonalitgestein der Mauern und die nach der alten "battuto e ribattuto"-Technik (geklopft und wieder geklopft) aus mit Zement und Sand aus dem Fluss Sarca gemischtem Wasserkalk gefertigten Böden.

DAS ALMMUSEUM: RÄUME

Im Inneren der drei Räume sind die Gegenstände nach einer präzisen Logik ausgestellt. Die Besichtigung der Stücke erfolgt gegen den Uhrzeigersinn von rechts nach links. Der erste Saal ist der Weidenwirtschaft und der Melkerei, der zweite Saal der Käserei und den aus der Verarbeitung der Milch entstandenen Produkten, der dritte Saal den Menschen und ihrem Leben auf den Almen gewidmet. Der Besucher bekommt so ein vollständiges Bild dieses Lebens vermittelt: Es beginnt bei den Tierhufen und endet vor dem Bett des Almhirten, wo er nach einem erschöpfenden Arbeitstag zur verdienten Ruhe kam. Bei der funktionellen und ästhetischen Gestaltung wurde von der Überzeugung ausgegangen, dass die einst von den Menschen verwendeten Arbeitsgeräte im Rahmen des Alltagslebens immer solche bleiben, und zwar auch heute noch. Wenn sie hingegen in einer Sammlung oder in einem Museum ausgestellt werden, dann sind sie keine "Arbeitsgeräte" mehr, sondern "Gegenstände der ethnographischen Tradition".

DAS ALMMUSEUM: GESTALTUNG

Demzufolge ist es begriffsmäßig falsch, zu versuchen, in den Räumen des Museums die Atmosphäre der Almen wiederzugeben, wofür grobe Materialien wie Jutesäcke, Holzverschalungen, Rindestücke, Steine verwendet wurden. Es würde sich dabei nur um eine folkloristische Darstellung der Realität handeln. Die Gegenstände auf den Ausstellungsregalen aus Kristall und den Edelstahlgestellen im kleinen Museum von Caderzone werden nicht mehr als Geräte verwendet und haben sozusagen ein eigenständiges Leben: Sie sind stumme Zeugen der Lebensgeschichte, die sie und der Mensch dank dessen Intelligenz zusammen verbracht haben. Zwischen dem Besucher und den Gegenständen entspannt sich ein Dialog über deren Funktion. Es entsteht eine dynamische Neugier, durch die man sich von selbst die ausgestellten Gegenstände erklärt. Das Museum als außerordentlicher Besinnungsort, denn durch die museale Gestaltung können wir die Denk-, Verhaltens- und Arbeitsweise unserer Ahnen im Laufe ihres Lebens erkunden.

DAS ALMMUSEUM: BOTSCHAFT

Der Besucher kann im Museum ausschließlich Originalgegenstände bewundern, die in zahlreichen Almen des Rendenatales und der Judikarien gesammelt wurden: anspruchslose, fast primitive Utensilien, die Ausdruck einer direkten und unmittelbaren Beziehung zwischen der Funktion und der Form sind. Sie wurden von rauen Händen geschaffen, für die der Inhalt wichtiger als der Schein war. Sie sind keine Kunstschnitzereien, verblüffen jedoch durch ihre Wesentlichkeit. Bei ihrer Wahl wurde nicht auf die Kostbarkeit ihrer Entstehungsepoche geachtet, sondern auf die Bedeutung ihrer Funktion, die seit undenklichen Zeiten immer dieselbe ist. Die Besucher dieser Museumsausstellung werden nicht über die besondere Kostbarkeit der Utensilien oder die Feinheit der Schnitzerei, sondern über die Einfachheit dieser Geräte im Verhältnis zur Arbeit, für die sie verwendet wurden, staunen. Einige Schwierigkeiten ergaben sich bei der Benennung dieser Gegenstände im Dialekt, weshalb diese Namen baldmöglichst überprüft und eventuell geändert werden. Die Ausstellung ist so gestaltet, dass Ersetzungen und Ergänzungen der Utensilien jederzeit möglich sind, wobei u. a. auf die Sensibilität der Einwohner unseres Gebietes für die lokale traditionelle Kultur vertraut wird, die in den Räumen unseres Museums weiterlebt.

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